Welche Hundeleine ?

Als Bruno bei uns eingezogen ist, war schnell klar, dass sich viele Dinge ändern werden. Bruno wurde auf 1 Jahr geschätzt, als er zu uns kam und kannte weder Sitz noch Platz, geschweige denn eine Leine.

Bruno hat ganz andere Bedürfnisse als ich und vor allem brauchte Frauchen ein wenig Hilfe und Unterstützung, um herauszufinden, wie man den Alltag mit einem Hund aus dem Tierschutz meistern kann. Bis zu dem Zeitpunkt waren wir meist Pflegefamilie für Welpen und so anstrengend das für uns war, benötigte Frauchen nicht so viel Kraft, wenn sie an der Leine gezogen haben und wir wussten auch meistens, dass die Zeit bei uns begrenzt ist.

Als wir als Familie den Entschluss gefasst haben, dass Bruno bei uns bleiben soll, war uns aber auch klar, dass viel Arbeit auf uns zukommen würde. Wir haben uns deswegen Unterstützung geholt und Karin von Martin Rütter Dogs hat von Beginn an mit Frauchen und Bruno trainiert.

Bruno hat zu Beginn ein Trainingsgeschirr bekommen, auch Hundeführgeschirr genannt. Das hatte den Vorteil, dass Frauchen ihn besser unter Kontrolle hatte und ihm die Leine nicht den Kehlkopf und die Luftröhre abschnitt, wenn er in eine Richtung zog. Für Bruno ist es um einiges besser, da er nicht ständig am Hals gezupft und gezerrt wird. Und er konnte auch nicht so schnell rausrutschen, wie aus seinem Halsband.

Das Ausbildungsgeschirr von Bruno (MR Ausbildungsgeschirr) ist so konzipiert, dass man den Hund führen und lenken kann und zwar über den Brustriemen, aber gewaltfrei.

Das Brustgeschirr verfügt über einen Führring an der Brust und einen Ring auf dem Rückenteil. Der Hund wird dabei mit Hilfe einer Führleine mit zwei Karabinerhaken geführt. Wenn Bruno also zieht, kann Frauchen ihn gut in der Spur halten ohne seinen Kopf, die Wirbelsäule oder den Hals zu belasten. Wenn Bruno mal entspannt neben Frauchen läuft, dann kann man die Leine auch am Rückenteil befestigen.

Nachdem wir das Brustgeschirr von Martin Rütter gefunden hatten, machten wir uns auf die Suche nach einer passenden Leine und holten uns drei Leinen zum Testen. Unterstützt bei der Auswahl hat uns Trainerin Karin (Martin Rütter Dogs Wien).

Wer sich einmal in den Dschungel der Hundeleinen begibt, wird schnell feststellen, dass es unzählige verschiedene Ausführungen, Formen und Materialien gibt. Die Auswahl ist daher gar nicht so einfach, sollte sie doch zum jeweiligen Hund und dem Halter passen.

Daher sollte man sich genau anschauen, für welchen Hund und wofür ich die Leine eigentlich benötige.

  1. Testleine: Verstellbare Führleine von Hunter
  2. Testleine: Retrieverleine von Hunter
  3. Testleine: Doppelleine – Führleine – Laufleine von Belisy

 

1. Die Führleine

Die Führleine ist eine übliche Hundeleine. Sie besitzt auf beiden Seiten einen Karabiner und besteht meist aus Nylon. Man kann sie am Halsband oder am Brustgeschirr befestigen, kann ihre Länge verstellen und sie gegebenenfalls zu einer Handschlaufe formen. Ideal ist auch, dass man sie zu einem Ring schließen und sie sich praktisch um die Schulter hängen kann. Eine Führleine eignet sich im Grunde für jeden Hund.

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2. Die Retrieverleine

Die Retrieverleine besteht aus Leine und Halsband in einem. Wenn man die Schlaufe auf die richtige Größe eingestellt hat, wird sie über den Hals des Hundes gestreift und am anderen Ende ist eine Schlaufe für den Halter. Damit der Hund nicht erwürgt wird, gibt es eine Zugbegrenzung, die je nach Hund eingestellt werden kann. Es gibt auch Leinen, die eine solche Begrenzung nicht haben, von denen ist abzuraten. Diese werden zwar oftmals für Shows verwendet, sind aber nicht für den Alltag gemacht. Das Material unserer Testleine ist weiches Polyamid-Nylon mit Polyamid-Kern und auch sie ist laut Beschreibung besonders strapazierfähig und witterungsbeständig. Mit einer Retrieverleine hat man Halsband und Leine in einem.

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3.  Doppelleine – Führleine – Laufleine von Belisy

Eine Leine für alles, Führleine, Laufleine und Doppelleine. Durch die Karabiner ist sie verstellbar und macht das An- und Ableinen einfach. Die Leine ist 4-fach verstellbar.  Sie ist besonders schmutzabweisend und kann, wie die anderen Leinen auch, sehr leicht gereinigt werden. Die Doppelleine dient auch dazu, dass man zwei Hunde anleinen könnte.

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FAZIT:

BRUNO: Für Bruno und seine Bedürfnisse war die Testleine 1 – Führleine der klare Favorit.

Diese können wir einfach an seinem Brustgeschirr befestigen, aber auch wenn er mal ein Halsband trägt, ist sie ideal.

hundeleinen im test

Für mich, Leopold, ist es die Retriever Leine, die nur geeignet ist, wenn der Hund – so wie ich – schon etwas ruhiger ist und auch nicht mehr an der Leine zieht. Eindeutig nichts für Bruno.

Hier könnt ihr euch unsere Testvideo anschauen:

Unseren Leinen Test haben wir mit freundlicher Unterstützung vom wienerwaldtierheim (www.wienerwaldtierheim.com) durchgeführt !

Ihr überegt auch einen Hund aus dem Tierschutz zu nehmen?
Wir können auch das wienerwaldtierheim an´s Herz legen

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